Der BVZ nimmt den WISO-Beitrag zum Anlass, eine differenziertere mediale Debatte über Hundetraining zu fordern: Nicht die sichtbaren Methoden entscheiden über die Qualität, sondern fundiertes Wissen über Lernprozesse, Kontext – und die Beziehungs- und Kommunikationsstruktur zwischen Mensch und Hund. Der Verband kritisiert, dass Medien Hundetraining oft moralisch zuspitzen und „Strafe“ pauschal mit Gewalt gleichsetzen, statt funktionale, emotional kontrollierte Grenzsetzung klar davon abzugrenzen. Konfliktvermeidung und reines Management können kurzfristig entlasten, lösen Probleme aber nicht nachhaltig – und können bei Fehlverknüpfung unerwünschtes Verhalten sogar stabilisieren. Der BVZ plädiert für Mindeststandards, mehr Transparenz im Markt und eine sachliche, professionelle Bewertung von Trainingsmethoden im Sinne von Halter*innen, Hunden und Tierschutz – inklusive kritischem Blick auf mediale Narrative und Rollenbilder.
Die gesamte Stellungnahme steht zum Download bereit.